Aurelio Kopainig


Bienes/Goods, 2015-16 / aus: Bienes/Goods – Biology – Crop/Gold/Genes, 2015-16 3 Zeichnungen, je ca. 150 x 119 cm

Aurelio Kopainig wurde 1979 in Gais geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin und Buenos Aires. Während seiner Ausbildung besuchte er die Hochschule für Kunst und Gestaltung Zürich, die Gerrit Rietveld Akademie sowie das San Francisco Art Institute. Residencies führten Kopainig u.a. nach Korea, Luxemburg, Argentinien, Kosovo, China und Deutschland. Seine Arbeiten, für die er zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhielt, wurden beispielsweise im Naturwissenschaftlichen Museum in Buenos Aires, dem Kunsthaus Aarau, dem Museum für Fotografie Berlin, der Kunst Halle St. Gallen und dem Fotografiemuseum Amsterdam gezeigt. 2009 und 2011 nahm er ebenfalls an den Schweizer Kunstpreisen teil.
Im Interview spricht er sich für Künstlerhonorare aus.


Ohne Titel (Crop Culture), 2015-16 (Tendenz) ca. 55 Zeichnungen, je 20,5 x 27 cm

SAA: Was fördert Kunst?

AK: Zeit, Freiräume, gegenwärtig sein (nah am Leben, in der Welt, sich vergegenwärtigen), Neugierde/Interesse, Kollaboration, Konflikte, DIY.

SAA: Wer fördert Dich?

AK: Meine Partnerin, meine Freunde, meine Familie, Künstler*innen mit denen ich zusammenarbeite, Menschen, die sich für meine Arbeit interessieren, Kurator*innen. Und: gute Musik, Filme/das Kino, Literatur (als Inspiration und Motivation).


Crop/Gold/Genes, 2015-16 (Detail), aus: Bienes/Goods – Biology –  Crop/Gold/Genes, 2015-16

SAA: Fördert finanzielle Unterstützung Kreativität?

AK: Als Zeitgeber und als Produktionsunterstützung bzw. -ermöglichung, ja.

SAA: Muss sich Kunst verkaufen können?

AK: Kann, aber muss nicht. Es kann jedenfalls nicht das Ziel oder der Zweck der Kunst sein, sich zu verkaufen. Künstlerhonorare hingegen wären da mal eine Ansage – alle andern werden bei kulturellen Anlässen meistens ja auch bezahlt – Grafiker, Techniker, Organisatoren, Kuratoren, Produktion, PR, Redner, Caterer etc. Als Künstler muss man immer nachfragen, »ja und wie steht’s mit dem Honorar?«. Was dann meistens nicht existiert oder mit Glück als Minimalposten irgendwo auftaucht.