Bea Schlingelhoff

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Bea Schlingelhoffs künstlerische Laufbahn zeigt eine grosse Beständigkeit, wenngleich sie sich auch in verschiedenen Medien wie Land Art, Installation oder Drucksachen ausdrückt: Thematischer Schwerpunkt ist das Erinnern vergessener Biografien und Geschichten. Ihr Werk ist ein offenkundiger Widerstand gegen das Vergessen und richtet sich auf die Förderung eines Gedankenguts, das sich gegen patriarchische, faschistische und kapitalistische Strukturen wendet.

Einen besonderen Fokus verwendet Bea Schlingelhoff auf die Materialität und Darstellung von Schrift.  Während ihre Installationen eine eher entlarvende Funktion haben, wie in “Bazaarro” (2015), Taylor Macklin, Zürich, oder  «The Art Dealer Reads Misogyny Re-Loaded» 2016, Essex Street Gallery, New York, ist ihr Umgang mit Schriften expressiv und mitreissend. Für die Manifesta 2012 in Genk gestaltete sie eine Reihe von Drucken als «graphisches Monument» für Simone Weil, die pessimistisch über die Emanzipation in der industrialisierten Gesellschaft reflektierte. In der Ausstellung «Women against Hitler» in der Galerie Schloss in Oslo präsentierte Schlingelhoff eine Reihe von Schriften von Frauen, die sich im Widerstand gegen Hitler eingesetzt haben, die sie u.a. mit einem Text von Sadie Plant vorstellte (2017). In ihrer letzten Soloausstellung «AUFTRAG – No offence» am Istituto Svizzero in Mailand, zeigte Schlingelhoff, «wie die Position der Künstlerin in der Welt die Kraftfelder enthüllt, die unsere heutige Gesellschaft strukturieren.» (Samuel Gross)

SAA: Kannst du uns etwas zur Arbeit erzählen, die bei den Swiss Art Awards gezeigt wird?

BS: Ich mache eine neue Arbeit dafür.

SAA: Welche Welten sind in deiner Arbeit eingebunden oder werden damit angesprochen?

BS: Die Welt, die es gibt, und die ist für mich schon schwierig genug zu verstehen.

SAA: Wenn du mit einem Spezialisten arbeiten könntest: aus welchem Bereich würde das sein und für was für ein Projekt?

BS: Für die Arbeit für den Swiss Art Awards mit Spediteurinnen, Papier- und Maschinenherstellerinnen und Druckerinnen.

SAA: Gibt es einen Ort (in der Schweiz oder im Ausland) der deine Arbeit inspiriert?

BS: Walensee in der Schweiz; Wendover, Utah, in den USA

SAA: Aus der Zukunft betrachtet, was wird die Kunstgeschichte über dich schreiben?

BS:  Das wird darauf ankommen, wer die Kunstgeschichten in Zukunft schreibt und in welcher Form oder welchem Format sie zugänglich gemacht werden sollen, wen sie aus welchem Grund interessieren und welche Arbeiten ich in den nächsten Jahren noch machen will oder kann.

SAA: Was für Spuren willst du hinterlassen?

BS: Solche die keinen Schaden anrichten.