Maureen Kaegi

Maureen Kaegi absolvierte die Universität für angewandte Kunst Wien und studierte auf der Hochschule der Künste Zürich und der School of Art and Culture Newcastle.

Ihre künstlerischen Arbeiten reichen vom Bereich der Malerei, Zeichnung über Performance und Video, bis hin zu einem konzeptionellen Umgang mit Raum und Environment. Darüber hinaus hat sie sich durch das TanzQuartier Wien mit zeitgenössischem Tanz und performativer Praxis auseinandergesetzt. In mehrheitlich kooperativer Arbeitsweise entwickelt Maureen Kaegi performative Projekte, die die räumlichen und zeitlichen Beziehungen von Körper und Kunstwerk untersuchen.

SAA: Kannst du uns etwas zur Arbeit erzählen, die bei den Swiss Art Awards gezeigt wird?

MK: In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der wechselseitigen Formung von Körper und Material, und interessiere mich für Wahrnehmungsprozesse sowie Zeitstrukturen. Zum Beispiel, ausgehend vom Ermüdungsprozess eines Filzstiftes werden temporale Beschleunigungsprozesse choreografisch untersucht.

Mittels Zeit als Orientierungsdimension werden situative Identitäten, Verdichtungen von Handlungsepisoden und Strategien der Beschleunigung durch Verlangsamung erprobt.

SAA: Wenn du mit einem Spezialisten arbeiten könntest: aus welchem Bereich würde das sein und für was für ein Projekt?

MK: In meinem letzten Ausstellungsprojekt “I will never know how you see red and you will never know how I see it – Displays on the act of viewing” habe ich mit einer Optometristin zusammen gearbeitet und dabei Sehprozesse und die Steuerung des Sehens über die körperliche Ebene untersucht. Grundsätzlich bin ich sehr am Austausch und Dialog mit Leuten aus anderen Fachbereichen interessiert. Gerne würde ich auch mit Spezialisten und Spezialistinnen aus der Hirnforschung, Soziologie, Ökonomie und Permakultur arbeiten.

SAA: Aus der Zukunft betrachtet, was wird die Kunstgeschichte über dich schreiben?

MK: Vielleicht sollte man das besser der Zukunft überlassen.